Teilhabe ermöglichen

Teilhabe ermöglichen

Aus Zuschauen soll Mitmachen werden

Manchmal braucht es keine große Veränderung, sondern nur einen anderen Blick auf den Alltag. Rolliboo möchte Möglichkeiten schaffen, damit Kinder und Jugendliche mit Behinderungen selbstverständlicher dabei sein, ausprobieren und eigene Erlebnisse sammeln können.

Viele Angebote gelten heute als offen für alle. Im Familienalltag zeigt sich aber schnell, dass „offen“ noch lange nicht bedeutet, dass Teilhabe wirklich möglich ist.

Ein volles Schwimmbad kann für ein reizempfindliches Kind so anstrengend sein, dass an Spaß im Wasser kaum zu denken ist. Die Lautstärke im Kino kann einen gemeinsamen Familienbesuch unmöglich machen. Und auf dem Spielplatz steht ein Kind im Rollstuhl vielleicht daneben, während seine Geschwister spielen, weil schlicht ein geeignetes Spielgerät fehlt.

Genau an solchen Stellen möchten wir mit Rolliboo ansetzen.

Manchmal braucht es dafür gar kein riesiges neues Projekt. Vielleicht reicht eine Schwimmzeit mit weniger Menschen und mehr Ruhe. Eine Kinovorstellung mit angepasster Lautstärke. Eine Rollstuhlschaukel auf einem bestehenden Spielplatz. Oder ein Bewegungsangebot, bei dem unterschiedliche Fähigkeiten von Anfang an mitgedacht werden.

Dabei möchten wir nicht für Familien entscheiden, was sie brauchen. Wir wollen zuhören, Erfahrungen sammeln und gemeinsam mit Fachkräften, Gemeinden, Unternehmen und anderen Partnern überlegen, was vor Ort wirklich einen Unterschied machen kann.

Aus einer Idee soll so Schritt für Schritt eine konkrete Möglichkeit entstehen, denn Teilhabe bedeutet für uns mehr als Barrierefreiheit auf dem Papier.

Ein Kind soll nicht nur irgendwo hineinkommen können. Es soll dazugehören, ausprobieren, lachen, eigene Erfahrungen sammeln und genauso selbstverständlich Teil des Geschehens sein dürfen wie andere Kinder auch.

Und genau dafür brauchen wir Menschen, die solche Ideen mittragen.

Fachkräfte mit Erfahrung, Unternehmen mit Möglichkeiten, Gemeinden mit offenen Türen, Förderer, Unterstützer oder einfach jemanden, der einen guten Kontakt herstellen kann. Nicht jeder muss selbst ein Projekt umsetzen. Manchmal beginnt etwas Großes mit einem einzigen: „Ich kenne da jemanden.“

„Nicht, weil alles neu erfunden werden muss, sondern weil manchmal schon ein anderer Blick auf den Alltag reicht.“