Unsere Geschichte
Aus unserem Leben ist Rolliboo entstanden
Was mit vielen Jahren Arbeit im Rettungsdienst und später mit Geschichten für unsere eigenen Kinder begann, ist Schritt für Schritt zu Rolliboo gewachsen. Zu einer Idee für Rollikids und Rolliteens, ihre Geschwister sowie Eltern und Angehörige.
Ich komme aus dem Rettungsdienst und habe dort rund 30 Jahre mit Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen gearbeitet.
Zuhören, Ruhe bewahren, Menschen ernst nehmen und herausfinden, was in diesem Moment wirklich gebraucht wird, gehörte für mich viele Jahre ganz selbstverständlich dazu.
Dann veränderte sich auch unser eigenes Familienleben.
Mit unserer Tochter und ihrem Rollstuhl wurden Pflege, Hilfsmittel, Therapien, Krankenkassen, Behörden, Anträge und Barrierefreiheit plötzlich Teil unseres eigenen Alltags.
Gleichzeitig erlebten wir, was diese neue Lebenssituation auch für unseren Sohn als großen Bruder bedeutet.
Wir mussten vieles selbst lernen, ausprobieren und unseren eigenen Weg finden. Und wir merkten schnell, dass eine Lösung fachlich sinnvoll sein kann und trotzdem nicht immer zum echten Leben einer Familie passt.
Genau in dieser Zeit entstanden die ersten Geschichten.
Wir suchten Bücher, in denen sich unsere Tochter als Rollikind wiederfinden kann. Geschichten, in denen sie nicht erklärt werden muss und nicht nur am Rand vorkommt, sondern ganz selbstverständlich die Hauptfigur sein darf.
Und genauso wollten wir etwas für unseren Sohn. Eine Geschichte, in der auch ein Geschwisterkind mit seinen eigenen Gedanken, Gefühlen und Erlebnissen gesehen wird.
Als wir solche Geschichten nicht fanden, begann ich, sie selbst zu schreiben. Meine Frau schenkte ihnen ihre Stimme und machte daraus Hörgeschichten.
Damit begann Rolliboo, lange bevor wir wussten, dass daraus einmal viel mehr werden würde.
Mit der Zeit merkten wir, dass es längst nicht mehr nur um Geschichten ging.
Immer wieder begegneten uns Situationen, bei denen wir dachten: Warum gibt es dafür eigentlich kein passendes Angebot? Warum kann ein Kind hier nur zuschauen? Warum werden Geschwister so oft einfach mitgemeint? Und warum müssen Eltern sich durch so viele Informationen kämpfen, bevor sie überhaupt wissen, wo sie anfangen sollen?
Aus diesen Fragen entstand nach und nach die Idee für Rolliboo.
Wir möchten Rollikids und Rolliteens stärken, ihnen Teilhabe und besondere Erlebnisse ermöglichen und Momente schaffen, in denen sie entdecken können, was in ihnen steckt. Geschwister sollen bei uns ihren eigenen Platz bekommen. Und Eltern und Angehörige möchten wir dort unterstützen, wo Orientierung, Entlastung oder einfach ein Gegenüber gebraucht wird, das den Alltag versteht.
Dabei wissen wir auch, dass eigene Erfahrung nicht für alles ausreicht.
Deshalb möchten wir Menschen zusammenbringen. Familien, Fachkräfte, Vereine, Unternehmen und Partner mit ihrem jeweiligen Wissen und ihren Möglichkeiten. Gelebte Erfahrung und professionelle Kompetenz sollen sich bei Rolliboo ergänzen.
Unser Schwerpunkt liegt bewusst auf Rollikids und Rolliteens, ihren Geschwistern sowie Eltern und Angehörigen, weil genau das unsere eigene Lebenswelt ist.
Unsere Tür bleibt trotzdem offen. Auch andere Familien sind herzlich willkommen, wenn sie sich in unseren Themen, Angeboten und unserer Haltung wiederfinden.
Rolliboo soll kein Ort sein, an dem jemand Familien erklärt, wie ihr Leben funktionieren soll.
Wir möchten zuhören, Erfahrungen teilen und gemeinsam Möglichkeiten schaffen.
Aus unserem Leben. Für Familien wie unsere.
